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Umgebung und Ausflugsziele

 

Bergfreiheit

  Bergfreiheit ist staatlich anerkannter Luftkurort. Hier ist man abseits der großen Industriezentren inmitten ursprünglicher Natur- und Kulturlandschaft, aber dennoch in der Mitte Deutschlands, leicht zu erreichen. Das malerische Bergdorf (ca. 400 Einwohner) liegt inmitten des Naturparks Kellerwald im sogenannten „Hohen Keller“ am Fuße des höchsten Berges im Kellerwald dem „Wüstegarten“. Auf dem Wüstegarten bietet sich von dem mit 725 m höchstgelegenen Punkt auf der Aussichtsplattform des Kellerwaldturmes ein herrlicher Rundblick über die Landschaft des Naturparks. Die landschaftliche Vielfalt und die reiche Natur machen die Kellerwaldregion zu einer der schönsten Deutschlands. Ausgedehnte Buchenwälder wechseln sich ab mit malerischen Wiesentälern und Fachwerkdörfern, hinter jeder Biegung, jeder Kuppe bietet sich dem Blick Neues und gerade für Naturliebhaber gibt es viel zu entdecken. Bergfreiheit wurde 1561 für den Erzbergbau gegründet. Ein Besucherbergwerk sowie ein kleines Museum im historischen Bergamt informieren über die Zeit des Bergbaus von 1561 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Einen Besuch wert ist auch die Edelsteinschleiferei, die heute noch Schürfrechte im Erzbergwerk besitzt. Wer aufmerksam in der Umgebung Bergfreiheits wandert entdeckt neben geologisch interessanten Steinbrüchen auch heute noch zahlreiche Spuren des Bergbaus. Wer über Ostern in Bergfreiheit weilt sollte das jährliche Osterfeuer im Dorfpark und den Ostereierlauf nicht verpassen. Weiterhin gibt es jeden Herbst ein Kelterfest und mehrere Märchenaufführungen sowie Open-Air Kinoveranstaltungen auf der Naturbühne.

Als „Schneewittchendorf“ gehört Bergfreiheit seit November 2007 zur deutschen Märchenstrasse. Der Name Bergfreiheit stammt übrigens von der „Bergfreiheit“, die den Bergleuten, welche im Kupfererzbergwerk die schwere Arbeit verrichteten, besondere Rechte und Freiheiten (z.B. Brennrechte und Befreiung von Kriegsdiensten) verlieh.

Wandern

Der Kellerwald hat ein ausgedehntes und gut markiertes Wanderwegenetz, welches über mehr als 500km die Naturschönheiten der dichtbewaldeten Bergkämme in einer Höhe von 300 bis 675 m ü. N.N. erschließt. Auch für Radwanderer sind entsprechend ausgebaute und markierte Wege vorhanden.

Um zwei besondere Wanderwege zu nennen:

Der ca. 160 Km lange Kellerwaldsteig wurde so angelegt, dass er an fast allen Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten, die der Nationalpark und der Naturpark Kellerwald-Edersee zu bieten haben vorbeiführt. Er verbindet Nationalpark und Naturpark, die Berge rund um den Edersee mit dem „Hoher Keller" im Süden des Naturparks und alle Gemeinden der Region.

Der etwa 5 km lange Kulturhistorisch-ökologische Lehrpfad bietet dagegen dem Wanderer einen Einblick in die Besonderheiten der Kulturlandschaft von Bergfreiheit. Der Wanderweg informiert an zahlreichen Stationen über Natur und Geschichte des „Schneewittchendorfes“ und seiner näheren Umgebung.

Städte in der Umgebung

Bad Zwesten

Bad Zwesten ist ein junger Kurort in nur 5 Autominuten Entfernung. In Bad Zwesten finden sie einen Kurpark, Tanz- und Unterhaltungslokale, ein Schwimmbad, alle Möglichkeiten der Kuranwendung, verschiedene Einkaufsmöglichkeiten sowie ein schönes Eiscafe in dem auch unsere Fastengäste frischgepresste Säfte genießen können.

Bad Wildungen

Bad Wildungen ist Heilbäderzentrum und Staatsbad. Eine Viertelstunde mit dem Auto vom Stadtteil Bergfreiheit entfernt liegt die Kurstadt an der Deutschen Fachwerkstraße. Wildungen ist ein Heilbad mit eisen-, magnesium- und kohlensäurehaltigen Quellen. In Bad Wildungen gibt es den größten Kurpark Europas mit einer Fläche von 50 Hektar. Dort sind neben Wanderwegen und Joggingstrecken auch Terrain-Kur-Wege für Herz- und Kreislaufpatienten beschildert.

In 2006 fand in Bad Wildungen die 3. Hessische Landesgartenschau statt. Seitdem liegt „Hessens schönster Garten“ im Kurpark. In Wildungen finden Sie außerdem das Erlebnisbad Heloponte, die Quellentherme, einen einmaligen Hochseilgarten sowie einen 9-Loch Golfplatz. Es gibt einige Museen u.a. im Barockschloss Friedrichstein. Erwähnenswert ist auch ein Flügelaltar von Conrad von Soest in der evangelischen Stadtkirche. Darauf eine kleine Besonderheit, die älteste Darstellung einer Brille nördlich der Alpen.

In Bad Wildungen gibt es einige Festivals. Schloss Friedrichstein ist beispielweise der Schauplatz des Internationalen Festivals für Folk- und Weltmusik „Folk im Schloss“ (Ende Juli) sowie der Kult-Veranstaltung „Rock im Schloss“ (Mitte August). Anfang September findet auf der Promenade der Brunnenallee das traditionelle „Fest der Begegnung“ statt, alle zwei Jahre beim „Samba-Festival“, einem der größten Events dieser Art in Deutschland. Kur- und Abendkonzerte sowie Volksmusikveranstaltungen finden in den beiden Wandelhallen statt.

Fritzlar

Fritzlar liegt ca. 20 Autominuten von Bergfreiheit entfernt. Die in 1275 gegründete Dom- und Kaiserstadt hat eine wunderschöne Fachwerk-Innenstadt. Sehenswert: Dommuseum mit Domschatz und das SCALA Varieté Theater. In Fritzlar gibt es außerdem das nächstgelegenste Kino.

Borken

Nach Borken fährt man ca. 20 min. Hier gibt es u.a. ein Freilichtmuseum über Braunkohletagebau. Viele Tagebauten sind heute als Bade- oder Surfparadiese zu nutzen, beispielsweise der Badesee Stockelache zwischen Bad Zwesten und Borken oder der viel zum Surfen genutzte Singliser See.

Frankenberg

Frankenberg erreicht man in ca. einer halben Stunde. Die ehemalige Kreisstadt des Altkreises Frankenberg hat ein sehenswertes zwölftürmiges Rathaus, Wahrzeichen der Stadt.

Korbach

Ist eine alte Hansestadt mit viel Fachwerk und gut erhaltenen Stadtmauerteilen und die heutige Kreisstadt des Kreises Waldeck - Frankenberg. Viele Veranstaltungen, u.a. ein mittelalterlicher Markt. Bis Korbach fährt man ca. eine Dreiviertelstunde.

Bad Arolsen

Bad Arolsen liegt nördlich des Edersees. Bad Arolsen ist die ehemalige Residenzstadt des Fürstentums Waldeck. Die gut erhaltene Barockstadt erreicht man ebenfalls in ca. einer Dreiviertelstunde mit dem Auto. Bekannt ist Arolsen durch die jährlich stattfindenden Barockfestspiele.

Marburg

In Marburg und Umgebung gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten. In einer Dreiviertelstunde erreicht man die quirlige Universitätsstadt, in der man besonders schön durch die „Oberstadt“ genannte historische Altstadt mit vielen Fachwerkhäuschen und kleinen Läden bummeln kann. Benannt nach der Heiligen Elisabeth von Thüringen ist die Elisabethkirche als frühester  rein gotischer Kirchenbau auf deutschem Boden eine Besichtigung wert, auch das Landgrafenschloss, von dem man einen herrlichen Blick über die Stadt und das Lahntal genießen kann ist ein schönes Ausflugsziel. Marburg hat neben zwei privaten Galerien mehrere zugängliche Künstlerateliers und viele weitere Ausstellungsorte und Museen, von denen fünf zur Universität gehören. Im Marburger Universitätsmuseum für Kunst und Kulturgeschichte gibt es neben wechselnden Ausstellungen vor allem Werke des Expressiven Realismus, Pointilismus, Kunst des 17. bis 19. Jahrhunderts, Kunst des 20. Jahrhunderts, Kunst der Gegenwart sowie Werke von Carl Bantzer, Otto Ubbelohe und Franz Frank zu sehen. Marburg bietet außerdem eine große Bandbreite von Konzerten und anderen Veranstaltungen.

Kassel

Kassel ist ebenfalls in ca. einer Dreiviertelstunde erreicht (Innenstadt). Die größte Stadt Nordhessens zeichnet sich durch alle Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten aus, die man von einer Metropole erwarten kann. Die Innenstadt ist allerdings wenig malerisch, da keine Altstadt. International bekannt ist Kassel als documenta-Stadt. Die Kunstausstellung documenta findet seit 1955 alle 4 bis 5 Jahre statt. Wunderschön ist der Bergpark Wilhelmshöhe, eine Parkanlage von Weltgeltung mit den Kasseler Wasserspielen, dem Herkules, Wahrzeichen der Stadt, der Löwenburg und dem Schloss Wilhelmshöhe. In Schloss Wilhelmshöhe, das heute vornehmlich als Museum genutzt wird, finden Sie die Antikensammlung und die Gemäldegalerie Alter Meister. Kassel verfügt über eine Anzahl von bedeutenden Museen und Galerien. Die Grundlage der heutigen Museumslandschaft in Kassel bilden die Sammlungen der Landgrafen und Kurfürsten von Hessen-Kassel. Das Fridericianum (am Friedrichsplatz), gilt als erster öffentlicher Museumsbau auf dem europäischen Kontinent. In Kassel gibt es auch einige Theater: das Staatstheater sowie zahlreiche Kleinkunstbühnen und Laientheater. Wer sich entspannen will geht in die Kurhessentherme (sehr empfehlenswert).

Ausflugsziele

Edersee

Der Edersee ist ca. eine halbe Autostunde entfernt. Er ist einer der größten Stauseen Deutschlands und hat sich zu einem schönen Naherholungsgebiet entwickelt. Im Sommer lädt der Edersee zum Baden, Tauchen, Segeln, Rudern und Angeln. Bei Vollstau fahren Ausflugsschiffe über den gesamten Edersee zwischen Sperrmauer (Osten) und Edereinfluss (Westen). Ein Erlebnis besonderer Art sind dabei die "Riverboat-Tanzveranstaltungen" auf dem See.

Einen Besuch wert ist Schloss Waldeck, dass hoch über dem See einen wunderschönen Ausblick bietet. Es gibt eine Bergbahn die zum Schloss fährt. Im Sommer bietet Schloss Waldeck eine dramatische Kulisse für Vorführungen des Open-Air-Kino. Ebenfalls am Edersee liegt eine Sommerrodelbahn und der Wildpark Edersee. Nicht zu vergessen: der Edersee liegt direkt am Nationalpark, sodass es rund um den See viele Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren durch unberührte Natur gibt. (s. Nationalpark Kellerwald-Edersee)

Im  Spätsommer sinkt der Wasserstand und manchmal fällt der See fast trocken. Dann kann man den Verlauf der Eder durch das Seebett verfolgen, auf dem Seegrund wandern und Versunkenes entdecken – nicht nur versunkene Abfälle oder vom Wasser geschliffenes Holz sondern vor allem die Überreste der ehemaligen Dörfer, zum Beispiel die Klosterkirche von Berich, den Friedhof Bringhausen und die alte, noch begehbare Ederbrücke bei Asel und ein Sperrmauermodell bei Berich. Der trockene See übt auf viele Besucher eine große Faszination auf, sodass Niedrigwasser dem Tourismus keinen Abbruch tut. Im Winter interessant: Wenn der See zugefroren ist verschieben sich durch die schwankenden Wasserstände die Eisschollen gegeneinander und verursachen hallende Geräusche – der See singt.

 

Nationalpark Kellerwald-Edersee

Mitten in Deutschland, südlich des Edersees, liegt inmitten der malerischen Kulturlandschaft ein in seiner Größe und Ursprünglichkeit für Westeuropa einmaliger Buchenwald. Auf  5724 Hektar wurde dieses einzigartige Naturerbe im Jahr  2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Nach dem Motto „Natur Natur sein lassen“ soll sich hier die Wildnis von morgen entwickeln.

Da aufgrund des teils unwegsamen Geländes in großen Teilen schon lange keine forstliche Nutzung mehr stattfand, oder einzelne Flächen sogar noch nie bewirtschaftet wurden, haben sich naturnahe und teilweise sogar urwaldähnliche Laubwälder erhalten. Das Gelände wurde lange Zeit vornehmlich zur Jagd genutzt, seit 1963 wurde es dann Wildschutzgebiet und später auch Waldschutzgebiet. Seit 2007 wird die Zertifizierung nach IUCN-Standards (Internationale Union zum Schutz der Natur), durchgeführt. Es ist der 1. Nationalpark in Europa, der sich dieser Qualitätsprüfung unterzieht. Im Jahr 2006 hat Hessen den Nationalpark außerdem für die Weltnaturerbe-Liste der UNESCO angemeldet. Schon heute erfüllt der Nationalpark die Kriterien der IUCN wonach mindestens 75% der Fläche ohne menschliche Eingriffe der eigenen, natürlichen Dynamik (Prozessschutz) zu überlassen sind. Der Nationalpark lädt ein Natur zu entdecken, zum wandern, sich erholen, malen, fotografieren, faulenzen, Tiere beobachten, Wald erleben, staunen, fragen, Waldluft atmen, allein mit der Natur sein, nachdenken, ihre Eindrücke weitergeben, den Sommer spüren… Wer abseits der gekennzeichneten Wege die „Wildnis“ entdecken möchte kann an den „Wildniswanderungen“ teilnehmen die von den Nationalpark-Rangern jahrezeitengemäß zu verschiedensten Themen geboten werden. Schöne und gut beschilderte Wege im und am Nationalpark beispielsweise der Urwaldsteig, der Kellerwaldsteig, der Waldhistorische Lehrpfad, die Traddelkopf-Route, die Ringelsberg-Route, der Elsebachpfad, der Heide-Erlebnispfad und und und.

Wer mehr erfahren will, oder wenn das Wetter mal von der direkten Naturerfahrung abhält: Das Nationalparkzentrum gibt mit seiner „Mischung aus fantasievollen Inszenierungen und High Tech“ spannende Einblicke in die Wildnis des Kellerwaldes.

 

Der Naturpark Kellerwald-Edersee umfasst eine 406 km² große Fläche im hessischen Mittelgebirge. Kernzone ist der Nationalpark Kellerwald-Edersee, weiterhin sind die umgebenden Gemeinden Edertal, Gilserberg, Haina, Jesberg, Vöhl und Bad Zwesten, die Städte Frankenau, Lichtenfels, Waldeck und Bad Wildungen sowie die beiden Landkreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg beteiligt. Der 2001 gegründete Naturpark hat sich zum Ziel gesetzt gemeinsam mit der Bevölkerung das Gebiet entsprechend seiner Naturausstattung und seiner Erholungseignung zu schützen, zu entwickeln und zu erschließen.

 

 

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