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Es handelt sich um eine Injektionstherapie. Zum Verständnis der Neuraltherapie kann festgehalten werden, dass hier davon ausgegangen wird, dass alle körpereigenen Abläufe durch Regelkreise miteinander verbunden sind. Durch gezielte Injektionen von Medikamenten an die Bereiche, wo sich diese Regelkreisläufe auf krankhafte Weise verändert haben, wird dem Körper die Möglichkeit gegeben, sich neu auszurichten und so zum ursprünglichen Zustand des Gleichgewichts, den die Natur immer anzustreben versucht, zurückzukehren.
Ursachen für krankhafte Veränderungen im Regelkreislauf, besonders auf nervaler Ebene, können Operationsnarben und Narben aller Art -selbst Narben aus der frühen Kindheit- sein, die sich schon kaum noch im Bewusstsein des erkrankten Menschen befinden und doch die Grundursache für z. B. Schmerzen an scheinbar völlig anderen, von der Narbe entfernten Körperregionen sein. Aber auch Entzündungen, die sich im Inneren des Körpers befinden und sich chronifiziert haben, können so eine Grundursache für verschiedenste Beschwerden sein. Das Ziel ist, diese Entzündungen auf natürliche Weise abzubauen und dem Körper damit zu signalisieren, dass keine Ursache für z. B. das Aussenden eines Schmerzreizes mehr besteht.
Oftmals sendet der Körper weiter Impulse, welche sich als Schmerzen äußern können, wenn diese ursprünglich durch eine „Schocksymptomatik“ ausgelöst wurden, auch wenn die Grundursache selbst bereits seit geraumer Zeit nicht mehr existiert. So ist es z. B. im speziellen Fall der Phantomschmerzen eines amputierten Gliedes. Aber auch das nicht mehr Vorhandensein innerer Organe wie z. B. von gekappten oder völlig entfernten Mandeln, Polypen, Blinddarm oder anderer entfernter Organe, kann ein solches Störfeld darstellen. Besonders eben auch durch die verbleibenden Narben, auch tief im Inneren des Körpers gelegen, können Störfelder entstehen. Diese Störfelder wiederum können mit der Neuraltherapie ausgeschaltet werden. Durch das Ausschalten des Störfeldes verschwindet im besten Fall augenblicklich und unwiderruflich der Schmerz oder der wie auch immer geartete Symptomenkomplex. Dieses Phänomen wird Sekundenphänomen genannt und kommt in der bekannten Literatur nur in der Neuraltherapie vor. Es ist dadurch zu erklären, dass der unterbrochene Regelkreislauf des Körpers wieder hergestellt wurde. Meist sind jedoch in Abständen wiederholte Behandlungen nötig, um die Beschwerden zunächst zu bessern und schließlich zur Ausheilung zu bringen.
Die Neuraltherapie hat verschieden geartete Ansätze die ineinander greifen, wobei sich die Wirkungen schmerzlindernd oder -ausschaltend, entzündungshemmend, Ödem-abschwellend (Wasseransammlungen ausleitend), antiviral (Virenbefall entgegenwirkend), bakterizid (unerwünschten Bakterienherden zuwider wirkend), antimykotisch (Pilzwachstum hemmend) darstellen. Diskutiert wird auch die Verbesserung der Durchblutung und daraus resultierende Unterstützung einer besserer Versorgung aller Zellen, was sich stoffwechselbegünstigend und zellschützend auswirken würde.
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